Die Medizinische Kräftigungstherapie steht für ein diagnostisches und therapeutisches Verfahren, das Funktionsdefizite an der Wirbelsäule nach streng wissenschaftlichen Kriterien nachzuweisen vermag. Mittels standardisierten und wissenschaftlich begründeten Therapieprotokollen kann eine ergebnisorientierte und objektivierbare Therapie durchgeführt werden.

Zum Einsatz kommt eine hoch spezialisierte,
computergestützte Test- und Therapietechnologie, mit der es erstmals
möglich ist, das Becken vollständig zu fixieren. Nur so kann man
die starken Gesäß- und Beinmuskeln ausschalten und die kleinen,
tiefliegenden Wirbelsäulenmuskeln traininieren.

Um vollen Therapieerfolg zu erzielen, ist es wichtig, zunächst die muskuläre Ausgangssituation des Patienten zu erfassen. Dies wird mit einem isometrischen Test durchgeführt. Eine dynamische Messung von Muskelkräften ist nicht möglich, da Beschleunigungs- bzw. Abbremskräfte und intramuskuläre Reibungen das Resultat verfälschen würden.

Isometrische
Muskelfunktionsanalysen werden zu Beginn und am Ende einer Therapie
durchgeführt. Aus den Testwerten errechnet der Computer die Kraftkurve
des Patienten und vergleicht diese mit alters-, gewichts-, und
geschlechtsspezifischen Normdaten.
Sie geben Aufschluss über
muskuläre Defizite, Dysbalancen, Beweglichkeitseinschränkungen und
Kraftniveau. Im Vergleich zu den Normdaten der gesunden Bevölkerung
erlauben sie die Bewertung eines Patienten und sind ein objektiver
Maßstab für die Beurteilung des Therapieerfolges